Skip to content

Eingabehilfen öffnen

Scrollen Sie einfach durch unsere Wissenssammlung zur besten Betreuung für Menschen mit Behinderungen.

Scrollen Sie einfach durch unsere Wissenssammlung zur besten Betreuung für Menschen mit Behinderungen.

Persönliche Assistenz Berlin 2026:
Ihr umfassender Ratgeber für ein selbstbestimmtes Leben

Wie kann ich trotz einer Behinderung ein selbstbestimmtes Leben führen?

Auch mit einer schwergradigen Behinderung haben Sie ein Recht auf ein autonomes Leben. Und mit der Persönlichen Assistenz an Ihrer Seite können Sie es auch führen. Und Sie sind nicht auf ein Heim, die Hilfe von Angehörigen oder den traditionellen Pflegedienst angewiesen. Es ist kein Ding der Unmöglichkeit, mit einer schweren Behinderung durch Berlin und durch das Leben zu kommen. Aber ist immer noch mit einem gewissen Aufwand verbunden. Wir zeigen ihnen, wie es geht.

Am Meer mit dem persönlichen Assistenten

Wer hilft mir dabei, eine Persönliche Assistenz zu finden und anzustellen?

Die Persönliche Assistenz ermöglicht ein eigenständiges Leben. Ganz gleich, ob Sie nun selbst Arbeitgeber:in sind und eine Persönliche Assistenz auf eigene Faust beschäftigen oder Sie hierfür einen Dienstleister beauftragen. Diese zu finden bzw. anzustellen, ist aber nicht immer so einfach. Unsere Webseite begleitet Sie durch diesen Prozess. Mit verständlichen Informationen, aktuellen Adressen und praktischen Tipps.

Wie seriös sind die Informationen auf dieser Seite?
Damit Sie immer auf der sicheren Seite sind, bieten wir aktuelle Informationen, fachliche Qualität und setzen auf leicht verständliche und übersichtliche Texte.

Sind die Informationen auf dieser Seite aktuell?
Wir prüfen regelmäßig alle Kontakte und Inhalte auf Aktualität. Bei jedem Thema finden Sie das Datum der letzten Überprüfung – so können Sie sicher sein, dass unsere Informationen verlässlich sind.

Kann ich mich auf die fachliche Qualität dieser Seite verlassen?
Unsere Inhalte entstehen in Zusammenarbeit mit Sozialpädagogen und Jurist:innen. So stellen wir sicher, dass Sie fachlich fundierte und praxisnahe Informationen erhalten.

Welche Experten stehen hinter Persönliche-Assistenz-Berlin.de?
Wir verfügen über ein breites Netz kompetenter Fachleute, die mit den verschiedenen Aspekten der Persönlichen Assistenz vertraut sind. Unter ihnen sind:

Rechtsanwalt Dietmar Sedlaczek (SPS)
https://www.sps-steuerrecht.de/vita-dietmar-sedlaczek

Sozialpädagogin: Dilara Ates
c/o Futura-Berlin.de

Rechtsanwältin Simone Krauskopf
(muss ich noch fragen)
https://kanzlei.biesenthal-barnim.de/

Ich brauche verständliche und übersichtliche Informationen. Bin ich hier richtig?
Wir führen Sie strukturiert durch alle wichtigsten Themen zum Thema Persönliche Assistenz und geben Ihnen viele praktische Tipps. Mit Hilfe unserer Informationen sind Sie bei jedem Schritt gut informiert.

Welche Inhalte erwarten mich auf der Seite Persönliche-Assistenz-Berlin.de?
Wir konzentrieren uns auf alle spezifischen Fragen, die uns zu diesem Thema gestellt wurden: Wie stelle ich Anträge, wie stemme ich die Finanzierung, welcher Assistenzdienst ist für mich richtig? Unser Antworten beruhen auf der jahrelangen Erfahrung mit praktischen Aspekten der Persönlichen Assistenz und der Sozialgesetzgebung.

Inhaltsübersicht

Inhaltsübersicht

Dialog zwischen Persönliche Assistenten und Mandanten

Die Persönliche Assistenz ermöglicht ein eigenständiges Leben. Ganz gleich, ob Sie nun selbst Arbeitgeber:in sind und eine Persönliche Assistenz auf eigene Faust beschäftigen oder Sie hierfür einen Dienstleister beauftragen. Diese zu finden bzw. anzustellen, ist aber nicht immer so einfach. Unsere Webseite begleitet Sie durch diesen Prozess. Mit verständlichen Informationen, aktuellen Adressen und praktischen Tipps.

Was sind die vier Grundprinzipien der Persönlichen Assistenz?

  • Selbstbestimmung: Sie entscheiden selbst, wann, wie und von wem Sie Unterstützung erhalten.
  • Teilhabe: Sie können das Leben selbst aktiv gestalten statt nur passiv versorgt zu werden.
  • Gleichberechtigung: Sie genießen Chancengleichheit in allen Lebensbereichen
  • Würde: Sie erwartet eine respektvolle Beziehung auf Augenhöhe, statt einer Abhängigkeit von angestellten Pflegern.

Wie unterscheidet sich die Persönliche Assistenz von der traditionellen Pflege durch einen ambulanten Dienst oder ein Heim?

Aspekt Persönliche Assistenz Traditionelle Pflege
Kontrolle
Sie sind der Chef und genießen volle Selbstbestimmung.

Der Pflegedienst bestimmt die Abläufe.
Personalauswahl
Sie wählen Ihre Assistenzkräfte selbst aus.
Leistungsumfang
Ganzheitliche Leistung: Pflege + Haushalt + Arbeit + Freizeit.

Meist nur Grund- und Behandlungspflege.
Wohnort
Sie können in Ihrer eigenen Wohnung oder WG leben.

Oft ist man auf Pflegeheim angewiesen.
Lebensgestaltung
Vollständige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.

Eingeschränkte Mobilität und Aktivitäten.
Aspekt
Persönliche Assistenz
Traditionelle Pflege
Kontrolle
Sie sind der Chef und genießen volle Selbstbestimmung.
Der Pflegedienst bestimmt die Abläufe.
Personalauswahl
Sie wählen Ihre Assistenzkräfte selbst aus.
Personal wird zugewiesen
Leistungsumfang
Ganzheitliche Leistung: Pflege + Haushalt + Arbeit + Freizeit
Meist nur Grund- und Behandlungspflege
Wohnort
Sie können in Ihrer eigenen Wohnung oder WG leben.
Oft ist man auf Pflegeheim angewiesen.
Lebensgestaltung
Vollständige Teilhabe am gesellschaftlichen Leben
Eingeschränkte Mobilität und Aktivitäten
Lebensfreude mit dem persönlichem Assistenten

Um in Berlin eine Persönliche Assistenz zu beantragen, schreibt das Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) folgende Voraussetzungen fest:

  • Volljährigkeit: Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein. Wenn Sie noch nicht volljährig sind, können Ihre Eltern oder die Sorgeberechtigten für Sie den Antrag stellen.
  • Körperliche Beeinträchtigung: Sie müssen eine schwere körperliche Behinderung mit hohem Unterstützungsbedarf vorweisen. Dieser liegt bei mindestens 5 Stunden am Tag.
  • Pflegebedürftigkeit: Sie müssen einen Pflegegrad nach SGB XI (Pflegeversicherung) vorweisen, hier gilt mindestens ein Pflegegrad 3.
  • Selbstbestimmung: Sie wünschen eine eigenständige Gestaltung Ihrer Versorgung.
  • Wohnort: Sie haben Ihren Wohnsitz in Berlin (alle 12 Bezirke)
Glücklich im Rollstuhl

Beratung einholen

Das Wichtigste bei der Persönlichen Assistenz ist eine kompetente Beratung im Vorhinein. Die folgenden Stellen beraten Sie über Ihre Möglichkeiten und geben Ihnen wichtige Tipps:

Wo stelle ich den Antrag auf persönliche Assistenz?

Stellen Sie einen formlosen schriftlichen Antrag auf Leistungen der Persönlichen Assistenz. (Hier können Sie eine Vorlage herunterladen) Dieser kann auch per E-Mail eingereicht werden bei LAGeSo Berlin, Teilhabefachdienst Persönliche Assistenz, Turmstraße 21, 10559 Berlin
Im weiteren Verlauf muss dann ein umfassender Antrag eingereicht werden. Die Dienste untersützen bei dieser Antragstellung.

Welche Unterlagen kann ich bei der Antragstellung zur persönlichen Assistenz mitschicken, um die Bearbeitungszeit zu verkürzen?

  • Personalausweis / Meldebescheinigung (jeweils Kopie)
  • Pflegegutachten / Pflegegrad-Bescheid
  • Ärztliche Bescheinigungen über Diagnosen
  • Schwerbehindertenausweis (falls vorhanden
  • Einkommensnachweis
  • Beschreiben Sie den aktuellen Hilfebedarf. Dokumentieren Sie unbedingt im Vorfeld, z.B. durch Führung eines Tagebuchs ihren tatsächlichen Bedarf an Pflege. Hierzu gehören auch die Aktivitäten in der Freizeit also der Besuch von Kino und Theater. Und ganz wichtig. Seien Sie ehrlich: Denn oft tendiert man dazu, einen geringeren Bedarf anzumelden, als man tatsächlich benötigt! Schreiben Sie alles genau auf.

Tipps: Wie kann ich die Bearbeitung meines Antrags auf persönliche Assistenz beschleunigen?

  • Reichen Sie alle Unterlagen vollständig ein.
  • Bei dringendem Bedarf: Beantragen Sie eine vorläufige Bewilligung. So können Gelder früher überwiesen werden.
  • Holen Sie sich ausführliche ärztliche Stellungnahmen ein, zum Beispiel von Ihrem Hausarzt, oder Neurologen. Sagen Sie auch, dass Sie diese für die Bewilligung Ihres Antrages brauchen. Das hilft den Ärzt:innen bei dem Verfassen solcher Stellungnahmen.
  • Nutzen Sie die kostenlose Beratung von Selbsthilfeorganisationen.
  • Nachfragen ist ausdrücklich erlaubt: Bei längerer Wartezeit können Sie beim LAGeSo nachfragen, wie der Stand ist. Wenn es zu lange dauert, können sie über das das Sozialgericht ein einstweiliges Rechtschutzverfahren anstrengen. Allerdings kann die finale Bewilligung mehrere Monate dauern.
  • Widerspruch möglich: Bei Ablehnung sollten Sie innerhalb eines Monats Widerspruch einlegen. Suchen Sie sich Unterstützung. Etablierte Assistenzdienste verfügen über viel Erfahrung im Sozialrecht. Bei einem Negativbescheid helfen Ihnen diese Assistenzdienste und beschleunigen das Widerspruchsverfahren.

Gutachten durch Medizinischen Dienst:

Ein/e Gutachter:in besucht Sie zu Hause und ermittelt Ihren Unterstützungsbedarf.

Tipp: Lassen Sie sich beim Termin mit dem Medizinischen Dienst unbedingt von einem Angehörigen begleiten. Dieser kann helfen, Ihren tatsächlichen Unterstützungsbedarf angemessen darzustellen – denn viele Menschen neigen dazu, ihre Einschränkungen zu minimieren. Es geht nicht darum, zu zeigen, wie fit Sie sind, sondern welche Hilfe Sie brauchen.

Bescheid zur Bewilligung des Antrags auf Persönliche Assistenz abwarten

Das LAGeSo prüft Ihren Antrag und erstellt einen Bescheid (Dauer: 3-6 Monate)

Modell wählen:

Entscheiden Sie sich für Arbeitgeber- oder Dienstleistungsmodell.

→ Was passiert zwischen Antragstellung auf Eingliederungshilfe (SGB IX) und Antragsbewilligung im Hintergrund: Das Gesamtplanverfahren in Berlin

Arbeitgebermodell oder Dienstleistungsmodell. Was sind die größten Unterschiede?

Bei der Persönlichen Assistenz in Berlin haben Sie die Wahl zwischen zwei Arten der Organisation: dem Arbeitgebermodell und dem Dienstleistungsmodell. Beide Formen der Assistenz ermöglichen eine hohe Selbstbestimmung. Aber sie unterscheiden sich ganz deutlich hinsichtlich der Organisation und dem Aufwand für die Verwaltung.

Kriterium Arbeitgebermodell Dienstleistungsmodell
Arbeitgeber Sie selbst Der Assistenzdienst
Personalauswahl 100% Ihre Entscheidung Sie führen Bewerbungsgespräche, wählen aus und stellen ein Weitgehendes Mitspracherecht Dienst schlägt vor, Sie entscheiden
Kriterium
Arbeitgebermodell
Dienstleistungsmodell
Arbeitgeber
Sie selbst
Der Assistenzdienst
Personalauswahl
100% Ihre Entscheidung Sie führen Bewerbungsgespräche, wählen aus und stellen ein
Weitgehendes Mitspracherecht Dienst schlägt vor, Sie entscheiden
Persönliche Assistenz - Freizeitassistenz - Berlin

Eine detailliertere Übersicht finden Sie hier. Siehe weiter unten: Arbeitgebermodell vs. Dienstleistungsmodell.

Welches Modell passt zu mir? Eine kleine Entscheidungshilfe: Wählen Sie das Arbeitgebermodell, wenn Sie:

  • Maximale Kontrolle und Selbstbestimmung wünschen.
  • Freude an Organisation und Verwaltung haben.
  • Regelmäßig Zeit für Personalverwaltung aufbringen können. (5-10 Std./Woche)

 

Wählen Sie das Dienstleistungsmodell, wenn Sie:

  • Ihren Verwaltungsaufwand minimieren möchten.
  • Eine professionelle Organisation bevorzugen.
  • Ihnen eine zuverlässige Regelung von Vertretungen wichtig ist.
  • Sie von dem Wissen und der Kompetenz eines Assistenzdienstes profitieren möchten. Das gilt vor allem für die Erfahrung mit dem Sozialrecht.
Fragen zur Persönlichen Assistenz

Die gute Nachricht: Sie müssen die Finanzierung nicht allein stemmen. Die Persönliche Assistenz wird in der Regel zu großen Teilen von dem Sozialträger oder Krankenkassen finanziert. Über die Höhe Ihres Eigenanteils entscheiden die Sozialträger. Ausschlaggebend für die Ermittlung der Kosten ist das Persönliche Budget.

Finanzierungsquellen für persönliche Assistenz

  • Eingliederungshilfe (SGB IX): Für Menschen mit Behinderungen, unabhängig vom Pflegegrad
  • Pflegeversicherung (SGB XI): Bei einem vom Medizinischen Dienst der Krankenkassen (MDK) anerkanntem Pflegegrad
  • Hilfe zur Pflege (SGB XII): Subsidiäre Leistung, wenn andere Quellen nicht ausreichen

Wie wird das persönliche Budget berechnet?

Das Persönliche Budget richtet sich nach Ihrem individuellen Unterstützungsbedarf. Seine Höhe ist also für jeden individuellen Fall unterschiedlich. Hier ist ein aktuelles Beispiel:

Beispielrechnung für einen Bedarf von 12 Stunden Assistenz am Tag

  • Stundensatz: 30-40 € (alle Nebenkosten und Boni inklusive)
  • 12 Stunden/Tag × 30 Tage = 360 Stunden/Monat
  • 360 Stunden × 30-40 € = 10.800 – 14.400 € pro Monat
  • Ihr Eigenanteil: 0 €

Wird mein Einkommen bzw. Vermögen angerechnet?

Ja. Wer über ein regelmäßiges Einkommen verfügt oder auf ein größeres Vermögen zugreifen kann, muss sich an den Kosten für die Persönliche Assistenz beteiligen. Seit 2020 gibt es hier allerdings deutliche Verbesserungen:

  • ✓ Eingliederungshilfe: Deutlich höhere Freibeträge
  • ✓ Partnereinkommen wird NICHT mehr angerechnet
  • ✓ Vermögensfreibetrag: 63.000 Euro (2025)
  • ✓ Zusätzlicher Freibetrag für Altersvorsorge
  • ⚠ Hilfe zur Pflege: Hier gelten strengere Regelungen
Freiheit durch Assistenz

Bei der Persönlichen Assistenz haben Sie die Wahl zwischen zwei alternativen Modellen der Organisation. Hier haben wir noch einmal alle Unterschiede im Detail aufgelistet. Natürlich sollten Sie vor Ihrer Entscheidung einen oder mehrere Assistenzdienste persönlich kennen lernen. Der persönliche Eindruck hilft bei einer so weitreichenden Entscheidung, schließlich geht es um viel Arbeit für Verwaltung und Organisation, die man sich ggf. sparen kann.

Kriterium Arbeitgeber-
modell
Dienstleistungs-
modell
Selbstbestimmung Maximal – Sie wählen alle Assistenzkräfte selbst aus Hoch – Sie haben immer ein Mitspracherecht bei der Personalauswahl. Ihre eigenen Präferenzen werden berücksichtigt.
Verwaltungsaufwand Hoch – Sie sind für Lohnabrechnung, Sozialversicherung und Arbeitsverträge zuständig. Können aber auch dafür Assistenzleistung beantragen. Gering – Der Dienst übernimmt die komplette Verwaltung und Organisation.
Flexibilität Maximal – Freie Gestaltung von Arbeitszeiten Gut – Planbare Einsätze mit einer gewissen Flexibilität.
Vertretung bei Krankheit und Urlaub Nicht automatisch. Sie müssen die Vertretung selbst organisieren. Der Assistenzdienst stellt automatisch eine Vertretung.
Geeignet für Menschen, die maximale Kontrolle wollen Menschen, die einen hohen Verwaltungsaufwand vermeiden möchten.
Weiterbildung des Assistenten Die entsprechende Weiterbildung müssen Sie selbst organisieren. Weiterbildung wird durch den Assistenzdienst gewährleistet.
Ausbildung/ Schulung der Assistenten Es gibt keine spezifische Ausbildung für Persönliche Assistent:innen im Berliner Gesundheitswesen. Der Assistenzdienst kümmert sich um die Schulung der Fachkräfte. Teilweise sind auch eigene Schulungscenter vorhanden.
Kriterium
Arbeitgebermodell
Dienstleistungsmodell
Selbstbestimmung
Maximal – Sie wählen alle Assistenzkräfte selbst aus
Hoch – Sie haben immer ein Mitspracherecht bei der Personalauswahl. Ihre eigenen Präferenzen werden berücksichtigt.
Verwaltungsaufwand
Hoch – Sie sind für Lohnabrechnung, Sozialversicherung und Arbeitsverträge zuständig. Können aber auch dafür Assistenzleistung beantragen.
Gering – Der Dienst übernimmt die komplette Verwaltung und Organisation.
Flexibilität
Maximal – Freie Gestaltung von Arbeitszeiten
Gut – Planbare Einsätze mit einer gewissen Flexibilität.
Vertretung bei Krankheit und Urlaub
Nicht automatisch. Sie müssen die Vertretung selbst organisieren.
Der Assistenzdienst stellt automatisch eine Vertretung.
Geeignet für
Menschen, die maximale Kontrolle wollen
Menschen, die einen hohen Verwaltungsaufwand vermeiden möchten.
Weiterbildung des Assistenten
Die entsprechende Weiterbildung müssen Sie selbst organisieren.
Weiterbildung wird durch den Assistenzdienst gewährleistet.
Ausbildung/ Schulung der Assistenten
Es gibt keine spezifische Ausbildung für Persönliche Assistent:innen im Berliner Gesundheitswesen.
Der Assistenzdienst kümmert sich um die Schulung der Fachkräfte. Teilweise sind auch eigene Schulungscenter vorhanden.
persönliche Assistentin mit dem persönlichen Budget

Die Persönliche Assistenz umfasst alle Lebensbereiche, in denen Sie Unterstützung benötigen, von der Ausbildung bis zur Freizeitgestaltung. Für einen Überblick haben wir Ihnen die wichtigsten Bereiche der Persönlichen Assistenz aufgeführt. Viele einzelne Tätigkeitsbereiche wie Pflege, Haushalt und Freizeit überschneiden sich auch:

Pflegeassistenz

Unterstützung bei körperbezogenen Pflegemaßnahmen. Dieser Dienst gewährt Ihnen eine Basisversorgung in Sachen persönlicher Hygiene und Gesundheit.

  • Körperpflege (Waschen, Duschen, Baden, Zahnpflege)
  • Toilettengang und Inkontinenzversorgung
  • An- und Auskleiden
  • Essen und Trinken (Zubereitung, Anreichen)
  • Medikamentengabe und gesundheitliche Überwachung
  • Lagerung und Mobilisation
  • Wundversorgung nach ärztlicher Anweisung

Haushaltsassistenz

Hilfe bei der Haushaltsführung. Dieser Dienst ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden.

  • Einkaufen und Besorgungen
  • Mahlzeiten planen und kochen
  • Wäsche waschen, trocknen, bügeln
  • Wohnung reinigen und aufräumen
  • Haustiere versorgen
  • Blumen gießen und Pflanzen pflegen
  • Post sortieren und administrative Aufgaben

Arbeitsassistenz

Hilfe bei der Haushaltsführung. Dieser Dienst ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden.

  • Einkaufen und Besorgungen
  • Mahlzeiten planen und kochen
  • Wäsche waschen, trocknen, bügeln
  • Wohnung reinigen und aufräumen
  • Haustiere versorgen
  • Blumen gießen und Pflanzen pflegen
  • Post sortieren und administrative Aufgaben

Schul- und Bildungsassistenz

Die Gleichberechtigung in der Bildung ist ein wichtiges Anliegen der Persönlichen Assistenz. Die Begleitung in Schule, Ausbildung oder Studium bildet die Grundlage für einen Job auf dem ersten Arbeitsmarkt.

  • Unterstützung im Unterricht
  • Hilfe bei Schularbeiten
  • Begleitung zu Vorlesungen
  • Literaturrecherche und Mitschriften
  • Prüfungsvorbereitung
  • Begleitung bei Exkursionen

Freizeitassistenz

Natürlich gehört auch die Gestaltung der Freizeit zu einem autonomen Leben. Die Persönliche Assistenz begleitet Sie bei Freizeitaktivitäten und garantiert damit gesellschaftliche Teilhabe und persönliche Entfaltung.

  • Begleitung zu Veranstaltungen (Kino, Theater, Konzerte)
  • Sport und Bewegung
  • Hobbys und kreative Aktivitäten
  • Treffen mit Freunden
  • Ehrenamtliches Engagement
  • Kulturelle Teilhabe

Reiseassistenz

Gerade die städtische Infrastruktur stellt Menschen mit Behinderung vor große Probleme. Das gilt natürlich auch für Fernreisen. Die Assistenz bietet Unterstützung bei Reisen und Ausflügen. Sie ermöglicht eine hohe Mobilität und die selbstbestimmte Gestaltung von Urlauben. Denn die Assistenz öffnen Ihnen auch im Ausland alle Türen. Einfach mal bei Ihrem Assistenzanbieter nachfragen, ob eine solche Möglichkeit besteht.

  • Planung und Buchung von Reisen
  • Begleitung auf Reisen (Inland und Ausland)
  • Unterstützung in Hotels und Unterkünften
  • Mobilität vor Ort
  • Geschäftsreisen fallen auch in diesen Bereich

Kommunikationsassistenz

Persönliche Assistenz hilft auch dort, wo die Kommunikation eingeschränkt ist. Damit gewährleistet sie den persönlichen Austausch mit anderen Menschen und soziale Teilhabe.

  • Dolmetschen (z.B. Gebärdensprache)
  • Vorlesedienste
  • Unterstützung bei Telefonaten
  • E-Mail und Korrespondenz
  • Behördengänge
  • Arztgespräche

Ihr individuelles Assistenzpaket

Sie bestimmen selbst, welche Unterstützung Sie in welchem Umfang benötigen. Persönliche Assistenz ist immer maßgeschneidert auf Ihre individuellen Bedürfnisse und Lebenssituation. Sie können die Leistungen flexibel kombinieren und anpassen. Deswegen ist es auch so wichtig, sich vor der Antragstellung genau zu überlegen, welche Aspekte der Assistenz Ihnen wichtig sind.

Am Laptop

In Berlin einen Assistenzdienst zu finden ist gar nicht so schwierig. Es stehen Ihnen mehrere Dienste zur Verfügung. Natürlich gibt es neben Ihrem individuellen Bedarf auch Kriterien, die Sie bei der Wahl Ihres Favoriten nicht aus den Augen verlieren sollten. Wir haben Ihnen die aus unserer Sicht wichtigsten Punkte notiert:

Checkliste bei der Auswahl eines Assistenzdienstes

  • Erfahrung: Wie lange ist der Dienst bereits tätig?
  • Spezialisierung: Hat ein Assistenzdienst bereits Erfahrung mit Ihrer spezifischen Behinderung bzw. Erkrankung gemacht?
  • Standort: Gibt es Niederlassungen oder Fachkräfte in Ihrem Bezirk?
  • Verfügbarkeit: Passt das Angebot zeitlich zu Ihrem persönlichen Bedarf?
  • Qualifikation: Wie wurden die Mitarbeiter:innen ausgebildet?
  • Zertifizierungen: Gibt es eine Bewertung durch den MDK oder ein Qualitätssiegel?
  • Mitspracherecht: Welchen Einfluss habe ich auf die Wahl der Assistent:innen?
  • Kommunikation: Gibt es feste Ansprechpartner:innen bei Fragen oder Problemen?
  • Notfallmanagement: Ist mein Assistenzdienst rund um die Uhr erreichbar?

Praktische Schritte:

  1. Informationen einholen: Besuchen Sie die Website und lassen Sie sich Informationen zuschicken.
  2. Erstgespräche führen: Sprechen Sie mit mehreren Anbietern. Mindestens aber mit dreien.
  3. Fragen stellen: Notieren Sie sich wichtige Fragen und klären Sie im Vorhinein alle für Sie wichtigen Punkte.
  4. Referenzen: Fragen Sie nach Erfahrungsberichten. Wie bewerten andere den Assistenzdienst?
  5. Test: Fragen Sie nach der Möglichkeit einer Probezeit.
  6. Vergleiche: Stellen Sie verschiedene Angebote gegenüber. Welche Vor- bzw. Nachteile bieten sie?
  7. Entscheiden: Das Bauchgefühl ist wichtig, aber nicht alles!

Gibt es eine Liste von Berliner Assistenzdiensten?

Eine vollständige Liste aller zugelassenen Assistenzdienste in Berlin erhalten Sie beim LAGeSo Berlin (Kontaktdaten siehe oben). Das LAGeSo schickt Ihnen die Liste auch per Mail zu.

Rollstuhlfahrer vor Treppe

Wenn Sie statt des Dienstleistungsmodell auf das Arbeitgebermodell setzen, müssen Sie die Pflegekräfte selbst rekrutieren und einstellen. Bei der Suche helfen Ihnen folgende Kanäle:

  • assistenz.org – Spezialisierte Jobbörse für Persönliche Assistenz
  • Kleinanzeigen/eBay Kleinanzeigen – Kategorie ‚Jobs – Pflege‘
  • Indeed, StepStone – Allgemeine Jobportale
  • Facebook-Gruppen – Gruppen zur Persönlichen Assistenz
  • Mundpropaganda – Empfehlungen von anderen Assistenznehmer:innen
  • Universitäten – Schwarze Bretter, Studentenjobs
  • Selbsthilfegruppen – Vernetzung mit anderen Betroffenen
  • Auf Nachbarschaftsportalen wie nebenan.de können Sie auch nach Assistenzgeber:innen suchen.

FAQs: Häufig gestellte Fragen zur Persönlichen Assistenz in Berlin

FAQs: Häufig gestellte Fragen zur Persönlichen Assistenz in Berlin

Persönliche Assistenz ist eine Leistung der Eingliederungshilfe, bei der Menschen mit Behinderungen bei der Bewältigung Ihres Alltags, im Beruf, in der Ausbildung und in der Freizeit unterstützt werden.

Persönliche Assistenz ermöglicht Menschen mit Behinderungen ein selbstbestimmtes Leben, zumeist in den eigenen vier Wänden. Anders als bei der traditionellen Pflege etwa im Heim oder bei Angehörigen entscheiden Sie selbst, wann, wo und wie Sie Unterstützung erhalten. Sie können Assistenzkräfte beschäftigen, die Sie bei allen Aktivitäten des täglichen Lebens unterstützen – in der Regel mindestens fünf Stunden täglich, bei hohem Pflegebedarf auch rund um die Uhr. Die Persönliche Assistenz basiert auf vier Grundprinzipien: Selbstbestimmung (Sie entscheiden über Art und Umfang der Hilfe), Teilhabe (Aktive Lebensgestaltung statt passiver Pflege), Gleichberechtigung (Chancengleichheit in allen Lebensbereichen) und maximale Autonomie (Sie bleiben für Ihr eigenes Leben verantwortlich).

Sie benötigen den Nachweis über eine wesentliche Behinderung und einen erheblichen Unterstützungsbedarf. Der Antrag wird beim zuständigen Träger der Eingliederungshilfe (meist Bezirksamt oder Sozialamt) gestellt.

Voraussetzungen:

  • Wesentliche körperliche, geistige oder seelische Behinderung
  • Erheblicher Unterstützungsbedarf im Alltag (mindestens 5 Stunden am Tag)
  • Wohnsitz in Berlin
  • In der Regel volljährig (Ausnahmen sind möglich, hier stellen die Eltern oder Sorgeberechtigten den Antrag.)

 

Antragsverfahren:

  • Beratung einholen: Bei einer Beratungsstelle für Menschen mit Behinderung wie zum Beispiel der EUTB (Kontakt siehe oben)
  • Antrag stellen: beim zuständigen Träger (Formular ausfüllen)
  • Bedarfsermittlung: durch den Medizinischen Dienst der Krankenkasse (MDK) oder Sozialarbeiter (Tipps: siehe oben!)
  • Bewilligung des Leistungsumfangs
  • Assistenz organisieren (Arbeitgeber- oder Dienstleistungsmodell wählen)
    Die Bearbeitung kann mehrere Wochen bis Monate dauern. Bei dringendem Bedarf kann ein Eilantrag gestellt werden.
Die Kosten für Persönliche Assistenz werden vom Träger der Eingliederungshilfe übernommen. Abhängig von Ihrem Einkommen und Vermögen kann ein Eigenanteil anfallen.

Kostenträger:

  • Eingliederungshilfe nach SGB IX (Teil des Bundesteilhabegesetzes)
  • Zuständig: Bezirksamt oder überörtlicher Träger (ab bestimmtem Stundenumfang)
  • Bei Pflegebedarf: Eine Kombination mit Leistungen aus der Pflegekasse ist möglich

Die Finanzierung umfasst:

  • Gehälter der Assistenzkräfte
  • Die Sozialversicherungsbeiträge der Assistenzkräfte
  • Verwaltungskosten (bei Dienstleister)
  • Schulungen und Fortbildungen
  • Urlaubsvertretung

Seit dem Bundesteilhabegesetz wurden Einkommens- und Vermögensgrenzen deutlich erhöht. Die meisten Menschen müssen keinen oder nur einen geringen Eigenanteil zahlen. Die genaue Höhe wird individuell berechnet basierend auf:

  • eigenem Einkommen (Freibeträge beachten)
  • Vermögen (hohe Freibeträge)
  • Familienstand

Wichtig: Die Kosten werden beim Dienstleistungsmodell direkt zwischen den Kostenträgern und Ihnen bzw. dem Assistenzdienst abgerechnet.

Im Arbeitgebermodell sind Sie selbst Arbeitgeber:in Ihrer Assistenzkräfte. Im Dienstleistungsmodell stellt ein Assistenzdienst die Mitarbeiter:innen und übernimmt die Verantwortung und Organisation.

Arbeitgebermodell (persönliches Budget):

  • Sie sind Arbeitgeber:in: Sie stellen Assistenzkräfte ein, erstellen Verträge, rechnen ab.
  • Maximale Selbstbestimmung: Sie haben die freie Wahl der Assistent:innen, und können deren Arbeit flexibel planen.
  • Mehr Verantwortung: Lohnabrechnung, Sozialversicherung, Urlaubsplanung, Steuer etc. müssen Sie selbst übernehmen.
  • Eignung: Das Arbeitgeber-Modell ist für Menschen gedacht, die organisatorisch fit sind oder jemanden haben, der hier Unterstützung bietet.
  • Unterstützung: Hilfe erhalten Sie bei Assistenzgenossenschaften und Beratungsstellen. Auch für die Organisation gibt es finanzielle Unterstützung durch die Träger.
  • Qualität der Dienstleistung: Sie sind verantwortlich für die Schulung und Weiterbildung der Assistenzkräfte.

Dienstleistungsmodell:

  • Gehälter der Assistenzkräfte
  • Assistenzdienst ist Arbeitgeber: Das Personal wird vom Dienst gestellt.
  • Weniger Aufwand: Sie haben keine Arbeitgeberpflichten, die Verwaltung übernimmt der Pflegedienst.
  • Weniger Flexibilität: Eingeschränkte Mitsprachemöglichkeiten bei Personalauswahl.
  • Eignung: Das Dienstleistungsmodell ist für Menschen, die sich nicht mit Organisation und Arbeitgeberpflichten belasten möchten.
  • Planungssicherheit: Der Dienst organisiert Vertretung bei Ausfall.
  • Qualität der Dienstleistung: Der Assistenzdienst ist für die Schulung und Weiterbildung der Assistenzkräfte verantwortlich.
  • Mischformen möglich: Man kann auch, je nach Lebenssituation, beide Modelle kombinieren.
Im Arbeitgebermodell sind Sie selbst Arbeitgeber:in Ihrer Assistenzkräfte. Im Dienstleistungsmodell stellt ein Assistenzdienst die Mitarbeiter:innen und übernimmt die Verantwortung und Organisation.

Arbeitgebermodell (persönliches Budget):

  • Sie sind Arbeitgeber:in: Sie stellen Assistenzkräfte ein, erstellen Verträge, rechnen ab.
  • Maximale Selbstbestimmung: Sie haben die freie Wahl der Assistent:innen, und können deren Arbeit flexibel planen.
  • Mehr Verantwortung: Lohnabrechnung, Sozialversicherung, Urlaubsplanung, Steuer etc. müssen Sie selbst übernehmen.
  • Eignung: Das Arbeitgeber-Modell ist für Menschen gedacht, die organisatorisch fit sind oder jemanden haben, der hier Unterstützung bietet.
  • Unterstützung: Hilfe erhalten Sie bei Assistenzgenossenschaften und Beratungsstellen. Auch für die Organisation gibt es finanzielle Unterstützung durch die Träger.
  • Qualität der Dienstleistung: Sie sind verantwortlich für die Schulung und Weiterbildung der Assistenzkräfte.

Dienstleistungsmodell:

  • Gehälter der Assistenzkräfte
  • Assistenzdienst ist Arbeitgeber: Das Personal wird vom Dienst gestellt.
  • Weniger Aufwand: Sie haben keine Arbeitgeberpflichten, die Verwaltung übernimmt der Pflegedienst.
  • Weniger Flexibilität: Eingeschränkte Mitsprachemöglichkeiten bei Personalauswahl.
  • Eignung: Das Dienstleistungsmodell ist für Menschen, die sich nicht mit Organisation und Arbeitgeberpflichten belasten möchten.
  • Planungssicherheit: Der Dienst organisiert Vertretung bei Ausfall.
  • Qualität der Dienstleistung: Der Assistenzdienst ist für die Schulung und Weiterbildung der Assistenzkräfte verantwortlich.
  • Mischformen möglich: Man kann auch, je nach Lebenssituation, beide Modelle kombinieren.
Persönliche Assistenz kann in allen Lebensbereichen eingesetzt werden: Pflege, Haushalt, Arbeit, Bildung, Freizeit, Mobilität und Kommunikation.

Persönliche Assistenz ist auf Ganzheitlichkeit angelegt. Denn die autonome Teilhabe umfasst nahezu alle Bereichen des privaten und öffentlichen Lebens. Hier finden Sie die wichtigsten Services:

Grundversorgung:

  • Pflegeassistenz (Körperpflege, An-/Auskleiden, Essen, Medikamente)
  • Haushaltsassistenz (Einkaufen, Kochen, Putzen, Wäsche)

Bildung und Beruf: 

  • Arbeitsassistenz am Arbeitsplatz
  • Schul- und Bildungsassistenz
  • Studienassistenz

Soziale Teilhabe:

  • Freizeitassistenz (Sport, Kultur, Hobbys)
  • Reiseassistenz (Urlaub, Ausflüge)
  • Kommunikationsassistenz (Dolmetschen, Korrespondenz)

Mobilität:

  • Begleitung zu Terminen
  • Unterstützung im Straßenverkehr
  • Hilfe bei der Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel
  • Planen und Durchführen von Urlaubsreisen

Individuelle Bedürfnisse: Der Leistungsumfang wird individuell nach Ihrem Bedarf festgelegt. Es gibt keine standardisierten Pakete – die Assistenz orientiert sich ganz an Ihren Interessen und Lebensziel

In Berlin gibt es verschiedene Assistenzdienste und Vermittlungsstellen. Wichtig sind eine Beratung, der Vergleich mehrerer Anbieter und eine Probemöglichkeit für Ihren jeweiligen Bedarf.

Schritt 1: Nutzen Sie kostenlose Beratungsangebote

  • Beratungsstellen für Menschen mit Behinderung in Berlin
  • Verbraucherzentralen
  • Andere Nutzer:innen von Persönlicher Assistenz fragen

Schritt 2: Recherchieren Sie mögliche Anbieter im Dienstleistungsmodell

  • Liste der Assistenzdienste in Berlin einholen (beim Kostenträger oder online)
  • Mindestens drei Dienste vergleichen
  • Auf Spezialisierung achten (z.B. auf bestimmte Behinderungsarten)
    Im Arbeitgebermodell müssen Sie selbst aktiv werden:
  • Stellenanzeigen schalten (Online-Portale, schwarze Bretter, soziale Netzwerke)
  • Assistenzgenossenschaften kontaktieren (helfen bei Verwaltung)
  • Persönliches Netzwerk nutzen

Schritt 3: Auswahlkriterien prüfen

  • Erfahrung und Qualifikation
  • Verfügbarkeit und Flexibilität
  • Zuverlässigkeit (Vertretungsregelung?)
  • Persönliche Chemie (unerlässlich!)
  • Kosten und Abrechnungsmodalitäten

Schritt 4: Probearbeiten vereinbaren. Testen Sie die Zusammenarbeit zunächst für einige Wochen. Es ist entscheidend, dass Sie sich mit dem Personal wohlfühlen und mit dem Service des Dienstleisters einverstanden sind!

Wichtige Adressen in Berlin:

  • Berliner Zentrum für Selbstbestimmtes Leben (BZSL)
  • VdK Berlin-Brandenburg
  • Bezirkliche Beratungsstellen

Die Persönliche Assistenz ermöglicht ein eigenständiges Leben. Ganz gleich, ob Sie nun selbst Arbeitgeber:in sind und eine Persönliche Assistenz auf eigene Faust beschäftigen oder Sie hierfür einen Dienstleister beauftragen. Diese zu finden bzw. anzustellen, ist aber nicht immer so einfach. Unsere Webseite begleitet Sie durch diesen Prozess. Mit verständlichen Informationen, aktuellen Adressen und praktischen Tipps.

An den Anfang scrollen